In der konzeptionellen und praktischen Arbeit der Straffälligenhilfe wird Frauenkriminalität nach wie vor zu selten als ein eigenständiges soziales Phänomen betrachtet. In einem hauptsächlich auf Männer ausgerichteten Arbeitsfeld sehen wir unsere Aufgabe daher darin den Fokus auf die spezifischen Belange, Bedürfnisse und Erfahrungen von Frauen zu richten. In der BAG-S finden die individuellen Erfahrungen und Lebenslagen straffällig gewordener Frauen besondere Berücksichtigung und ihren Ausdruck in einem dafür eingerichteten Fachausschuss, der auf die Notwendigkeit der Beschreibung von geschlechtsdifferenzierten Grundsätzen, Zielen, Rahmenbedingungen, qualitätssichernden Methoden und Dokumentationsformen für eine effektive, präventiv wirkende frauenspezifische Straffälligenhilfe hinweist.

Der   Fachausschuss   "Straffällig   gewordene   Frauen"   hat 2012  seine  Empfehlungen für eine frauenspezifische Straffälligenhilfe aus dem Jahre  1999 überarbeitet  und stellt das Ergebnis zur Diskussion. Ziel ist es, den Diskurs  über  die  spezifischen  Belange  und  Bedürfnisse  von  straffällig gewordenen Frauen in der Beratungspraxis stärker zu verankern und das fachspezifische Wissen zu vertiefen.

Empfehlungen für eine frauenspezifische Straffälligenhilfe

Weitere Beiträge zum Themengebiet sowie die themenspezifischen Ausgabe des Informationsdienstes Straffälligenhilfe finden Sie bei der Übersicht unter der Rubrik "Straffällig gewordene Frauen."