BAG-S Bundestagung 2020

Bild von Oliver Kepka auf Pixabay


„Drogenpolitik – Einfallstor in die Straffälligkeit?“

Illegale Substanzen wie Cannabis, Ecstasy, Kokain oder Heroin spielen auch im Leben von vielen straffällig gewordenen Menschen eine große Rolle. Die aktuelle Drogenpolitik führt dazu, dass Personen, die diese Substanzen herstellen, handeln, besitzen oder durch Straftaten versuchen, in deren Besitz zu kommen, nicht selten zu Gefängnisstrafen verurteilt werden. Viele der Konsumenten und Konsumentinnen führen ein sozial unauffälliges Leben. Es gelingt ihnen den Drogenmissbrauch in ihren Alltag zu integrieren. Ihre Probleme sind weniger durch den Drogenkonsum und die Wirkung der Droge bedingt, sondern werden eher durch eine strafbetonte Drogenpolitik erst geschaffen. Dadurch geraten Drogenkonsumenten leicht in die Mühlen der Justiz aber nur sehr schwer wieder hinaus. Die Zahlen sprechen für sich: 12,9 Prozent aller Insassen deutscher Gefängnisse wurden wegen Delikten verurteilt, die im Zusammenhang mit illegalen Substanzen stehen.

Die Tagung möchte die sozialen Kosten der bisherigen Drogenpolitik aufzeigen. Sie möchte zum Nachdenken anregen und Perspektiven für eine drogenpolitische Kehrtwende skizzieren. Mit folgenden Fragen wird sich die Tagung unter anderem beschäftigen:

 

Welche Folgen hat die Prohibition bestimmter Substanzen für die Klientel der Straffälligenhilfe?

Wie sieht die Bilanz aus, wenn man Nutzen und Schaden einer restriktiven Drogenpolitik miteinander verrechnet?

Welche gesundheitlichen Riskiken sind Konsumierende ausgesetzt, wenn Drogen weiterhin kriminalisiert werden?

Gibt es überzeugende Alternativen zum strafbewährten Umgang mit verbotenen Substanzen?

Welche Erfahrungen haben andere Nationen gemacht, die die Prohibition, den Handel und den Besitz staatlich reguliert und damit entkriminalisiert haben?

 

Zur Beantwortung dieser und weiterer hochaktueller Fragen konnten bereits folgende Fachleute gewonnen werden:

- Prof. Dr. em. Lorenz Böllinger von der Universität Bremen,

- Prof. Dr. Cornelius Nestler von der Universität zu Köln,

- Prof. Dr. Helmut Pollähne von der Universität Bremen,

- Prof. Dr. Justus Haucap von der Universität Düsseldorf,

- Prof. Dr. Heino Stöver von der Universität Frankfurt am Main und

- Dr. Katja Thane von der Universität Bremen.

 

Die Tagung findet am 17./18. November 2020 statt. Das Tagungsprogramm finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier.

 

Wichtig:

Aufgrund der aktuellen Situation wird die Bundestagung im November voraussichtlich als virtuelle Tagung stattfinden.

 

Sie können sich entweder über das Online-Formular weiter unten unter "Jetzt anmelden" oder über unseren Leitet Herunterladen der Datei einFlyer anmelden.

·       



Jetzt anmelden

 

 

Tagungsort

GSI Gustav Stresemann Institut e.V.
Langer Grabenweg 68
53175 Bonn
Anfahrt: www.gsi-bonn.de 

Anmeldung

Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Die Kosten für die Tagung betragen 218 € pauschal mit Übernachtung im Einzelzimmer und Verpflegung. Die Tagungsteilnehmer*innen übernachten im GSI in Bonn.
Für Teilnehmer*innen ohne Übernachtung betragen die Kosten 145 Euro (inkl. Verpflegung).

In der Teilnahmegebühr sind die Tagungsunterlagen und die Dokumentation enthalten.

Wir bitten um Verständnis, dass aufgrund des pauschalierten Tagungsgebühr keine Erstattungen erfolgen können, wenn einzelne Leistungen nicht in Anspruch genommen werden.

Rücktritt

Ein Rücktritt bedarf der Schriftform. Geht die Absage nach dem 16.09.2020 ein, müssen wir Ihnen die Ausfallkosten für Unterkunft, Verpflegung und Tagungsgebühr berechnen.




Jetzt anmelden