50 Jahre Strafvollzugsgesetz – 20 Jahre Föderalismus

Am 16. März 1976 wurde das erste für die Bundesrepublik Deutschland geltende Strafvollzugsgesetz verkündet. Mit seinem Inkrafttreten am 1. Januar 1977 sollte es einen Perspektivwechsel markieren: weg von einem vor allem auf Verwahrung und Sicherung ausgerichteten Vollzug hin zu einem Vollzug, der Resozialisierung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft als zentrale Aufgaben versteht.

Fünfzig Jahre später stellt sich die Frage, welche der damaligen Leitgedanken heute eingelöst sind. Mit der Föderalismusreform von 2006 ging die Gesetzgebungskompetenz für den Strafvollzug vom Bund auf die Länder über. Die Länder haben seither eigene Strafvollzugsgesetze geschaffen und fortentwickelt. Welche Veränderungen hat dies für die Ausgestaltung des Strafvollzugs mit sich gebracht? Hat die Länderzuständigkeit zu fachlichen Innovationen und einer stärkeren Resozialisierungsorientierung geführt? Und wo besteht weiterer Reformbedarf?

Diese Fragen werden in einer gemeinsamen Veranstaltung der Deutschen Aidshilfe e.V. und der Bundesarbeitsgemeinschaft für Straffälligenhilfe e.V. diskutiert werden.

Die Veranstaltung findet statt am

Mittwoch den 04. November 2026 von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Ablauf:

Moderation: Bärbel Knorr (DAH e.V.) und Christina Müller-Ehlers (BAG-S e.V.)

  • Historischer Blick auf 1976/1977 – Prof. Dr. Johannes Feest
  • Vom Bund zu den Ländern: 20 Jahre Föderalismus – BMJ angefragt
  • Praxis heute: Kooperationsvereinbarungen als Lösung für die sozialrechtliche Absicherung? -Ava Stähler (Freie Hansestadt Bremen)

Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus Straffälligenhilfe, Justizvollzug, Sozialer Arbeit, Gesundheitsversorgung und Suchthilfe, an Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie an Menschen mit eigener oder angehöriger Erfahrung von Haft und alle weiteren Interessierten.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Wir nutzen das Videokonferenz-Tool „Zoom“, um die Veranstaltung durchzuführen.

Über diesen Link kann an der Veranstaltung teilgenommen werden: https://eu01web.zoom.us/j/62531637174?pwd=RaSdaDk0GyQQUOqXbxlWpaXaYl6msx.1

Meeting-ID: 625 3163 7174 – Kenncode: ?y1..LGy@

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Aktionstage Gefängnis 2026.