Ersatzfreiheitsstrafen in Berlin: Jede dritte Geldstrafe führt ins Gefängnis

In Berlin kommen weit mehr Menschen für das Fahren ohne Ticket ins Gefängnis als bisher angenommen. Das geht aus einer aktuell veröffentlichten Studie der Universität zu Köln hervor. Über alle Delikte hinweg verbüßt etwa ein Drittel der Menschen, die zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese als Ersatzfreiheitsstrafe im Gefängnis. Beim Fahren ohne Ticket sind es sogar 50 Prozent. Bisher war man davon ausgegangen, dass dieser Anteil deutlich geringer ist.

Für die Studie von Dr. Nicole Bögelein und Jana Meier wurden alle abgeschlossenen Geldstrafenverfahren der Jahre 2022 und 2023 ausgewertet. Die vom Kriminologischen Institut in Berlin initiierte Studie befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Ersatzfreiheitsstrafe bei schwer erreichbaren Personen” und formuliert hierzu auch Handlungsempfehlungen.

Die Publikation ist an dieser Stelle frei zugänglich.