Polizeiliche Kriminalstatistik 2025: Rückgang bei Straftaten
Das Bundeskriminalamt hat die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach wurden im Jahr 2025 in Deutschland rund 5,5 Millionen Straftaten registriert, was einem Rückgang von 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit wurde erstmals seit 2022 wieder eine Abnahme der erfassten Straftaten verzeichnet. Ein Teil dieses Rückgangs ist auf die Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 zurückzuführen. Bei den Gewaltverbrechen wurden bundesweit etwa 212.300 Fälle registriert, was einem Rückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch beim Diebstahl gab es einen Rückgang um 6,5 Prozent.
Trotz des allgemeinen Rückgangs gibt es auch gegenteilige Entwicklungen: So wurde bei den Sexualstraftaten ein Anstieg verzeichnet. Das BKA geht davon aus, dass die Anzeigebereitschaft bei Sexualstraftaten gestiegen ist. Besondere Sorge bereitet zudem die nach wie vor steigende Zahl tatverdächtiger Kinder.
Das Bundesinnenministerium weist außerdem darauf hin, dass die PKS kein exaktes Abbild der Kriminalitätsrealität ist. Auch sollte man die ausländische und die deutsche Bevölkerung nicht pauschal vergleichen, da sich die Sozialstruktur zu stark unterscheidet. Ausländische Personen in Deutschland sind im Durchschnitt deutlich jünger als Deutsche und es gibt unter ihnen mehr Männer. Und junge Männer haben die höchste Neigung, straffällig zu werden. Kriminolog*innen und das Bundeskriminalamt weisen zudem darauf hin, dass die PKS ausländische Tatverdächtige übererfasst. Wer als fremd wahrgenommen wird, wird häufiger angezeigt und auch häufiger von der Polizei kontrolliert.
Die Tabellen der PKS finden Sie an dieser Stelle.
Zur Einordnung: Im Podcast True Criminology (in deutscher Sprache) werden die akuellen Ergebnisse diskutiert.


