BAG W: Positionspapier „Hilfen für nicht-deutsche Unionsbürger*innen in Wohnungsnot und sozialen Schwierigkeiten“

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG W) hat das Positionspapier „Hilfen für nicht-deutsche Unionsbürger*innen in Wohnungsnot und sozialen Schwierigkeiten“ veröffentlicht. Es stammt aus Juli 2026 und aktualisiert eine frühere Positionierung aus dem Jahr 2019.

In dem Papier wird erläutert, warum nicht-deutsche EU-Bürgerinnen in Deutschland besonders häufig von Wohnungsnot und Wohnungslosigkeit betroffen sind. Die BAG W führt dies vor allem auf prekäre und ausbeuterische Beschäftigung, Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, sozialrechtliche Leistungsausschlüsse sowie Hürden im Zugang zu Unterbringung, Gesundheitsversorgung und Beratung zurück. Laut dem Papier waren 2024 rund 55.000 Unionsbürgerinnen in Deutschland wohnungslos.

Die BAG W fordert Bund, Länder, Kommunen und Hilfesysteme dazu auf, existenzsichernde Leistungen und Gesundheitsversorgung sicherzustellen, die kommunale Unterbringungspflicht konsequent umzusetzen, Diskriminierung wirksamer zu bekämpfen und dauerhaft finanzierte, mehrsprachige Beratungs- und Unterstützungsangebote auszubauen. Eine Rückkehr in das Herkunftsland sei keine angemessene Standardlösung für in Deutschland entstandene Notlagen.

Das vollständige Positionspapier ist auf der Website der BAG Wohnungslosenhilfe verfügbar:

„Hilfen für nicht-deutsche Unionsbürger*innen in Wohnungsnot und sozialen Schwierigkeiten“.